Bestehende Anlage sanieren und ausbauen anstatt uferloses Ozeanium

Der Zolli verzeichnete 2018 rund 90’000 weniger Eintritte als im 2017, das heisst die Besucherzahl ging um beinahe 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Anscheinend weil im 2017 keine neue Anlage lockte. Für die Sanierung, den Ausbau und die oft längst überfällige Gestaltung tiergerechter Anlagen ist man auf Spendengelder angewiesen. Für die Sanierung des 90jährigen Vogelhauses fehlen noch rund 16 von 20 Millionen Franken. Ein Ozeanium zu sponsern ist wohl attraktiver, zumal seit Jahren Werbung dafür gemacht wird. Dass dieses nicht ein Teil des Zollis sein wird, sondern separat Eintritt bezahlt werden muss, ist vielen nicht bewusst. So ist zu befürchten, dass sowohl Einnahmen aus Eintritten wie auch Sponsorengelder zukünftig fehlen werden, um den Zolli tiergerecht und attraktiv zu erneuern und zu erweitern. Das Ozeanium ist keine nachhaltige Investition und schadet dem Zolli.

Leserbrief erschienen in der bzbasel vom 2. April 2019

Anita Lachenmeier

Wahlkreisverantwortliche Kleinbasel
Alt-Nationalrätin (2007-2011), Alt-Grossrätin
Mobil: 076 358 70 03