Fernwärme-Ausbau ist ein wichtiger Schritt zur Klimaneutralität

Der Grosse Rat hat heute einen umfassenden Ausbau der Fernwärme beschlossen. Die GRÜNEN Basel-Stadt begrüssen den wichtigen Entscheid und fordern zugleich weitere Schritte zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung.

Das Erreichen der Klimaneutralität im Gebäudebereich ist eine grosse Herausforderung. Der Ausbau der Fernwärme ist ein wichtiger Schritt bei der Senkung der Treibhausgas-Emissionen: Je mehr Haushalte statt mit Gas oder Öl mit Fernwärme heizen, desto effizienter kann Basel-Stadt aus den fossilen Energien aussteigen. Die rund 500 Millionen sind denn auch über den Zeitraum von 15 Jahren eine angemessene Investition.

Weitere Schritte zur Erreichung von Klimaneutralität notwendig

In diesem Sinne darf sich Basel-Stadt auch nicht auf dem ambitionierten Fernwärme-Ausbau ausruhen. Laut Energiegesetz müsste die Fernwärmeproduktion bis 2020 zu 80 Prozent aus CO2-freien Quellen kommen. Dieses Ziel konnte bisher noch nicht erreicht werden. “Um möglichst rasch 100 Prozent fossilfreie Fernwärme zu erreichen und kantonale Klimaneutralität zu ermöglichen, braucht es zusätzliche Anstrengungen, insbesondere vermehrt Heizkraftwerke mit erneuerbaren Energien und eine Dekarbonisierung der Kehrrichtverbrennung”, sagt Grossrat Raphael Fuhrer. Die GRÜNEN werden hier weiter dranbleiben. Es ist zu begrüssen, dass die IWB bereits jetzt verschiedene neue Kraftwerke evaluieren.

Fernwärme ausbauen und den öffentlichen Raum gleichzeitig umgestalten

Der Ausbau der Fernwärme wird einen grossen koordinativen Aufwand bedeuten und viele Baustellen mit sich bringen. Die GRÜNEN sind erfreut, dass der Grosse Rat diese zusätzlichen Baustellen besser mit aus anderen Gründen geplanten Bautätigkeiten koordinieren will. Damit greift der Grosse Rat auch ein wichtiges Kernanliegen der GRÜNEN auf: Die Fernwärme-Baustellen sollen nun gleichzeitig dazu genutzt werden, den öffentlichen Raum umzugestalten und dringend nötige Klimaanpassungen in der Strassengestaltung zeitgleich umzusetzen. Dies können zum Beispiel Entsiegelungen, grössere Trottoirs und Pflanzung von Bäumen oder Grünflächen sein.

Raphael Fuhrer

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