Für einen nachhaltigen Zolli

Roland Stark unterstellt der Leserschaft in seiner Kolumne «Muss der Basler Zolli schliessen?», dass, wer sich aus Gründen des Tierwohls gegen das geplante Ozeanium wendet, in der Folge auch die gesamte Tierhaltung des Zolli infrage stellen müsse. Dem ist nicht so! Der Zolli hat sich in den letzten zwanzig Jahren in Sachen Tierwohl positiv entwickelt. Sogar das vor 45 Jahren erbaute Vivarium ist mit seinem speziellen räumlichen Konzept heute noch attraktiv.

Es gibt andere Gründe, dieses Grossaquarium infrage zu stellen. Anstatt auf der Heuwaage die Haifische und Rochen in dem für grosse Meerestiere viel zu engen Betonklotz gnadenlos Runden drehen zu lassen, ist es ökologisch, ökonomisch und städtebaulich sinnvoller, auf diesen überrissenen Neubau zu verzichten.

Mit zeitgemässen medialen und didaktischen Mitteln kann heute auf nachhaltige Weise auf die Bedrohung der Ökosysteme unserer Weltmeere aufmerksam gemacht werden, und die Meerestiere können so dank moderner Technik in ihrem Lebensraum beobachtet und sogar erforscht werden, ohne sie vor Ort in ein Aquarium zu holen.

Leserbrief erschienen in der Basler Zeitung vom 31. Oktober zum Artikel: Muss der Basler Zolli schliessen?; BaZ 25.10.18.

Symbolbild Person

Peter Strub