Ja zur Mindestlohninitiative

Wer in Basel Vollzeit arbeitet, muss von seinem Lohn leben können. Wie soll dies mit weniger als 3500 pro Monat möglich sein?
Der Mindestlohn ist ein Wirksames Mittel gegen Dumpinglöhne und für mehr Lohngleichstellung im Tieflohnsegment, denn betroffen sind gerade Frauen. Er trägt zu einer gesunden Volkswirtschaft bei, ist eine Unterstützung bereits verantwortungsbewusster Unternehmen und ein Ausweg aus der Sozialhilfe, die wiederum entlastet wird.

Die Grünen pochen schon immer auf eine nachhaltige Wirtschaft. Und das hat auch etwas mit dem Mindestlohn zu tun: Ausbeuterische Praktiken, um möglichst billige Produkte herzustellen, sind weder sozial noch nachhaltig.

Denn ein nachhaltiger Lebensstil und eine soziale Wirtschaft schliessen sich nicht aus, im Gegenteil: Sie bedingen sich gegenseitig, um einen langfristig wirksamen Wandel überhaupt bewerkstelligen zu können. Damit der unglaubliche Ressourcenverschleiss ein Ende nimmt, müssen wir Arbeit wieder wertschätzen – auch mit einem entsprechenden Lohn. Nur so können wir hinkommen zu einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft, die unsere Umwelt nicht ausbeutet, in dem immer mehr Ressourcen verbraucht werden um immer neue Produkte herzustellen.

Mit einem fairen Mindestlohn können sich alle Leute auch wieder qualitativ hochwertigere Produkte leisten, die nicht nach einem halben Jahr defekt sind und ersetzt werden müssen. Faire Löhne sind ein wichtiger Baustein, um weg vom verschwenderischen Konsum zu kommen und hin zu einer nachhaltigen, postfossilen Wirtschaft.

Deshalb setzen sich auch die Grünen für den dringend nötigen Mindestlohn ein.

Benjamin van Vulpen

Co-Präsidium
Co-Leiter Quartiertreffpunkt Wettstein, Co-Präsident Verband Quartiertreffpunkte Basel, Soziokultureller Animator BSc FH, Konstrukteur EFZ

Statement anlässlich des Kampagnenstarts des Initiaitvkomitees am 22. April 2021

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