Die GRÜNEN Aargau, Baselland, Basel-Stadt und Solothurn unterstützen den weiteren Ausbau der trinationalen S-Bahn Basel und reichen in allen vier Kantonsparlamenten ähnlich lautende Vorstösse ein, damit in naher Zukunft mehr Personen transportiert und umweltfreundlich mit dem öffentlichen Verkehr statt mit dem Auto unterwegs sein können. Ziel ist die bestmögliche Nutzung der bestehenden Infrastruktur. Im Gegensatz zur langfristigen Perspektive mit der Durchmesserlinie geht es bei den Vorstössen um kurz- bis mittelfristige Angebotsverbesserungen im öffentlichen Verkehr. Übersicht der beiden Vorstösse:

Einführung von Doppelstockzügen

Die Regierungen werden beauftragt, die Beschaffung und den Einsatz von Doppelstockzügen, wie sie bereits seit Jahren auf anderen S-Bahnen in der Schweiz verkehren, zu prüfen. Doppelstockzüge können bei gleicher Zugslänge deutlich mehr Personen transportieren als die aktuell eingesetzten einstöckigen Züge, und sie haben sich in anderen Regionen der Schweiz und im Schnellzugverkehr bewährt.

Optimierung und Kapazitätserhöhung durch intelligente Lösungen

Die Regierungen werden beauftragt, den Einsatz von Flügelzügen zu prüfen. Flügelzüge werden aus zwei oder mehr Kompositionen gebildet, welche in Zentrumsnähe als ein Zug unterwegs sind und unterwegs getrennt werden und in verschiedene Richtungen weiterfahren. Zudem soll der Einsatz von Tangentialzügen geprüft werden, welche den Knoten und Sackbahnhof Basel SBB umfahren. Auch die direkte Verbindung Basel Badischer Bahnhof in Richtung Pratteln über die heute ausschliesslich von Güterzügen benutzen Geleise soll geprüft werden. Bei den Prüfungen sind die Auswirkungen auf den Schnellzug- und Güterverkehr sowie die Finanzierungsoptionen aufzuzeigen.
 
Zusätzlich zu diesen beiden Vorstössen werden im Kanton Basel-Landschaft Fragen eingereicht zur Sicherstellung der Einführung der neuen S-Bahnlinien S2 und S4 mit Betriebsaufnahme 2030, sowie zu den aktuell langen Standzeiten der S33 in Basel und ob die S33 nicht in die S1 überführt werden kann.

Links zu den beiden Vorstössen: