Plädoyer für einen ruhigen Jahreswechsel
Bist du gut ins neue Jahr gestartet? Diese Frage wurde mir diese Woche regelmässig gestellt. Reflexartig antworte ich mit Ja. Wenn ich mich aber ernsthaft frage, ob das zutrifft, dann komme ich ins Grübeln. Das schreckliche Ereignis in Crans-Montana hat mich sehr beschäftigt. Weitere geopolitische Ereignisse folgten und lassen mich mit grosser Sorge zurück. Und wenn ich mir dann die Frage stelle, wie der eigentliche Start ins Jahr war, genauer gesagt der Wechsel ins neue Jahr, dann muss ich gestehen: So gut war der auch nicht.
Unerträgliche Knallerei In den letzten Jahren hat sich bei mir im Matthäus und wohl auch an vielen weiteren Orten eine Kultur des ungehemmten Verpulverns von Feuerwerkskörpern eingeschlichen. Schon Tage vor dem Jahreswechsel zuckt man zusammen und erschrickt ob der Petarden und Knallkörper. Und an Silvester wähnt man sich von 17 Uhr bis um vier Uhr morgens teilweise wie in einem Kriegsgebiet. Auch an frühen Schlaf ist kaum zu denken. Und wie geht es wohl all den Tieren? Für mich ist das so unerträglich, dass ich gar keine Lust mehr habe, rauszugehen. Und am nächsten Tag ist der erste Spaziergang wegen des ganzen Mülls, der dann noch Tage danach im Strassenraum aufzufinden ist, auch kein Genuss.
Und bei alldem frage ich mich, ob der Jahreswechsel mit so viel Lärm und Radau begangen werden muss, oder ob es nicht auch besinnlicher geht. Grund genug dazu hätten wir. Ich wünsche Ihnen ein friedliches und erfolgreiches Jahr.