Oftmals fehlt ein gemeinsames Vorgehen, bei der Standortförderung funktioniert die Partnerschaft.  Ökonomie als «Kunst des Haushaltens» verstanden ist mehr als Wirtschaft und die damit erzielten Gewinne. Denn Wirtschaft ist kein Selbstzweck, sie soll den Menschen sowie der Gesellschaft nützen. Entsprechend darf und kann sich Standortförderung nicht auf tiefe Steuern und eine gute Infrastruktur für global tätige Konzerne beschränken. Ebenso muss sie auch kleinen und mittleren Unternehmen nützen, die das Rückgrat unserer Wirtschaft bilden.
KMU schaffen Arbeitsund Ausbildungsplätze, sichern die regionale Wertschöpfung und prägen das Leben in Stadt und Land. Sie brauchen faire Rahmenbedingungen: wenig Bürokratie, Zugang zu innovativen Netzwerken und Unterstützung bei der Transformation hin zu einer klimaverträglichen Wirtschaft. Was wäre die Wirtschaft ohne gute Fachkräfte, welche aus der Stadt und vom Land wie auch aus den angrenzenden Kantonen und Ländern kommen. Die beiden Basel sind gemeinsam und mit ihren Nachbarn stark – wirtschaftlich, kulturell und gesellschaftlich. Grüne Standortförderung heisst Kooperation vor Konkurrenz zu stellen. Die beiden Halbkantone leisten heute gleich hohe Beiträge in die gemeinsame Standortförderung – umso wichtiger ist es, dass Entscheidungsstrukturen transparent und ausgewogen bleiben. Eine echte Partnerschaft zwischen Stadt und Land, aber auch über die Kantonsgrenzen hinaus in der trinationalen Region, ist zentral. Denn Herausforderungen wie Klimaschutz, Energieversorgung, Mobilität wie auch gesellschaftliche Stabilität lassen sich nur gemeinsam lösen. Unser Ziel ist klar: Grundlagen schaffen für eine zukunftsfähige Region, in der Lebensqualität und Wettbewerbsfähigkeit Hand in Hand gehen, ohne dabei die Lebensgrundlage zu gefährden. 

Fredy Dinkel, Landrat
Jérôme Thiriet, Grossrat