Neue Ferienregelung muss Klimaerwärmung berücksichtigen
Für den Schulbetrieb sind neue Ferienzeiten eine Möglichkeit für die Anpassung an die Klimaerwärmung. Daneben braucht es an den Schulen auch Sofortmassnahmen und bauliche Veränderungen.
Die GRÜNEN Basel-Stadt begrüssen die kritische Betrachtung der aktuellen Ferienregelung, welche der Regierungsrat in die öffentliche Vernehmlassung gegeben hat. Von den vorgeschlagenen Varianten bringt einzig die Verschiebung der Herbstferien eine kleine Verbesserung: Der bis anhin sehr lange Block zwischen Herbst- und Weihnachtsferien wird um ein Woche verkürzt. Ob dies den grossen Aufwand für die Umstellung rechtfertigt, ist unklar.
Verpasste Chance zur Klimaadaption
Keine der vorgeschlagenen Varianten hat beispielsweise die jährliche Hitzephase im August einbezogen und so teure Baumassnahmen an den Schulhäusern vermindert, die zahlreiche bauliche Defizite haben und einen geregelten Schulbetrieb nahezu verunmöglichen.
Vorstösse zur Schadensminderung eingereicht
Bereits heute vergeht kein Sommer, in dem die Hitze in den Schulzimmern im Sommer kein Thema wäre und die Arbeitsbedingungen in öffentlichen Gebäuden an den Pranger gestellt werden. Mit der Solaroffensive will Basel die Erstellung von Solaranlagen fördern und beschleunigen. Bei älteren Gebäuden wie z.B. bei einigen Schulhäusern sind bauliche Massnahmen für den sommerlichen Hitzeschutz teilweise schwer umzusetzen.
Der Grosse Rat hat einen Vorstoss von Béla Bartha für solargebundene Klimaanlagen auf öffentlichen Gebäuden überwiesen, der die Koppelung der Einrichtung von Klimaanlagen mit der Montage von grösseren Solaranlagen auf schlecht hitzeangepassten Gebäuden prüfen lässt. Zudem haben die GRÜNEN Basel-Stadt ein vorgezogenes Budgetpostulat eingereicht, das die Entscheidungsgrundlagen schaffen will für Sofortmassnahmen zum Gesundheitsschutz an Schulen vor Hitzebelastung. Ohne diese faktische Grundlage wird die Ressourcenverteilung von Hitzeschutzmassnahmen schwierig.