Der Grosse Rat überwies heute die Motion Anina Ineichen betreffend Gewaltschutz an Grossveranstaltungen dem Regierungsrat zur Erfüllung. Damit muss der Regierungsrat ein kantonales Gewaltschutzkonzept für Grossveranstaltungen erarbeiten, das auch eine 24/7-Hotline und Safer Spaces beinhaltet.

Die vom Regierungsrat angestrebte Strategie, jede Grossveranstaltung für sich anzuschauen, ist grundsätzlich richtig, doch Übergriffe laufen immer nach demselben Schema ab. Deshalb muss das Ziel klar bleiben: die Besucher:innen müssen in Basel sicher vor Übergriffen sein.
Anina Ineichen, Grossrätin

Während des ESC 2025 wurde ein Gewaltschutzkonzept umgesetzt, dessen 24/7-Hotline der Opferhilfe beider Basel bereits in die Regelstruktur im Kanton Basel-Stadt überführt wurde. Die Erfahrungen aus dem ESC sollen nun für alle Grossveranstaltungen genutzt werden, um insbesondere Frauen, genderqueere Personen und Minderjährige zu schützen.

Gemäss Regierungsrat wurden während des ESC 434 Kontakte erfasst, 172 in Safer Spaces, 156 durch mobile Awareness Teams und 106 über die Hotline. Davon betrafen 65 Kontakte Gewalt oder Hate Crimes. Der Regierungsrat möchte die Motion unter Einbezug der zuständigen Stellen und der Veranstaltenden umsetzen und das Konzept unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Bedürfnisse verschiedener Veranstaltungen risikobasiert und modular ausgestalten. Schliesslich muss auch geklärt werden, wie der Gewaltschutz bei Grossveranstaltung finanziert wird.