Die GRÜNEN Basel-Stadt sehen den in die Vernehmlassung geschickten Teilrichtplan Velo und die kantonale Verordnung Veloverkehr als wichtigen nächsten Schritt für eine velofreundliches Basel. Immer mehr Menschen sind mit dem Velo unterwegs und sie brauchen mehr Sicherheit. Insgesamt ist der Richtplan mutlos und es fehlen im Vorschlag des Regierungsrats verbindliche Standards und klare Vorgaben, wie über den ganzen Kanton die Umsetzung erfolgt.

Die Stimmberechtigten haben sich mit dem Ja zum Gegenvorschlag der Veloinitiative für eine Verbesserung der Infrastruktur ausgesprochen. Der aktuelle Teilrichtplan verspricht eher eine Pinselsanierung statt eine Neuordnung des Strassenraums.
Béla Bartha, Grossrat

Keine Kannibalisierung zwischen Velo und Fussgänger:innen

Die heutige mangelhafte Infrastruktur führt immer wieder zum unerlaubten Ausweichen der Velofahrenden auf Raum, der eigentlich für Fussgänger:innen reserviert ist, oder noch schlimmer: Die bestehende Infrastruktur führt Velo und Fussgänger:innen zusammen. Die GRÜNEN Basel-Stadt fordern, dass diese Kannibalisierung mit der Umsetzung des Gegenvorschlags der Veloinitiative endlich beendet und die Veloinfrastruktur zum Beispiel auf der unsinnigerweise als MIV-Parkfeld genutzten Allmend ausgebaut wird.

Freizeit mit Velo erleben

Gerade im Bereich des Freizeit-Verkehrs scheint der aktuelle Vorschlag noch lückenhaft. Die Menschen und insbesondere Ältere und Kinder sollen in der Freizeit sicher mit dem Velo unterwegs sein können. Sonst nehmen sie ein anderes Verkehrsmittel. Entsprechend müssen die Start- und Zielorte erweitert werden und auch die entsprechenden direkten und sicheren Linien geplant werden. Gerade hier sind klare Vorgaben nötig, damit nicht alle Velomassnahmen dann wieder durch Einzelfallprüfungen verwässert oder verunmöglicht werden. Dabei ist eine konsequente Einführung von Tempo 30 auf allen Routen auch tagsüber und die Erstellung ausreichender Veloabstellanlagen unerlässlich.

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