Extremwetterereignisse als Folge der Erwärmung der Erdatmosphäre durch gestiegene Treibhausgasemissionen (430.28 ppm CO2 gemäss Keeling-Kurve vom 27. Juni 2026) haben den Kanton Basel-Stadt auch in diesem Sommer stark getroffen. Bereits im ersten Halbjahr war wieder
eine aufgrund der Klimaerwärmung häufiger auftretende Trockenheit zu verzeichnen. Insbesondere die extreme Hitzewelle, welche im Juni 2026 zwölf Tage andauerte, war für die gesamte Gesellschaft eine Belastung, und im Juli waren wieder über einen längeren Zeitraum Temperaturen über 30 Grad zu verzeichnen.

Neben den direkt spürbaren Folgen für Mensch und Umwelt entstehen auch dem Gemeinwesen grosse Kosten aufgrund der Klimakrise. Eine Studie eines deutschen Versicherers geht zum Beispiel davon aus, dass auf Deutschland in den nächsten vier Jahren Gesamtkosten von
über 130 Milliarden zukommen.

Der Regierungsrat wird gebeten nachfolgende Fragen zu beantworten:

  1. Welche Kosten sind dem Kanton bisher im Jahr 2026 aufgrund von Extremwetterereignissen entstanden durch:
    1. Einsätze der Rettungsdienste (Feuerwehr, Sanität, Polizei) in Folge von Hitze und Extremwetterereignissen? Bitte auch die Anzahl Einsätze angeben.
    2. Schäden an der öffentlichen Infrastruktur? Bitte auch die Art der Schäden angeben.
    3. Gesundheitsleistungen bei den öffentlichen Spitälern und wie hoch war die Belastung für das Gesundheitswesen insgesamt?
  2. Was sind die geschätzten volkswirtschaftlichen Kosten, die durch Einbussen der Produktivität, durch Schäden, etc. entstanden sein dürften?
  3. Mit welchen zusätzlichen Kosten für Energie haben die Endverbraucher:innen zu rechnen (z.B. Kühlung, Ventilatoren, etc.)?
  4. Welchen Einfluss hatten die diesjährigen Wetterbedingungen und Extremwetterereignisse auf die basel-städtische Land- und Forstwirtschaft?
  5. Welche Schäden an Naturwerten sind entstanden?
  6. Ist der Regierungsrat bereit, diese Kosten jährlich zu erheben und an einer geeigneten Stelle auszuweisen?

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